Die Fliegerei
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Herbstflugwoche 1911

Auf dem Flugplatz Johannisthal

Josef Suwelack auf dem Flugplatz Johannisthal

02.05.1911. Bei dem Versuch, das Führerzeugnis auf dem Eindecker der Deutschen Flugmaschinen- Baugesellschaft zu erwerben, erlitt Josef Suwelack auf dem Flugplatz Johannisthal einen Unfall. Bei der 2. Runde versagte der Motor. Das Flugzeug wurde bei der Landung in einem dafür ungeeigneten Gelände außerhalb der Flugbahn schwer beschädigt, während der Flieger unverletzt blieb.

01.08.1911. Der Flieger Josef Suwelack erwarb heute auf dem Flugplatz Johannisthal das Flugfüh-rerzeugnis des Deutschen Luftschifferverbandes. Seine Ausbildung leitete der weltbekannte Flieger Helmut Hirth. – Der Münsterische Anzeiger schrieb bei dieser Meldung: „Suwelack erregte schon seit längerer Zeit durch seine schönen Flüge auf der Rumpler Taube in den Fliegerkreisen Aufsehen. Er erfüllte die Prüfungsbedingungen in hervorragendem Stil. Eine Landung erfolgte in glänzendem Gleitflug aus 150 m Höhe.“

20.08.1911. machte der Flieger Josef Suwelack in Johannisthal mit einem neuen Typ eines Flugmotors einen erfolgreichen Probeflug von ¾ Stunden Dauer und erreichte dabei eine Höhe von 1200 m.

26.09.1911 Auf der nationalen Berliner Flugwoche in Johannisthal war dem „Rumpler“- Flieger Josef Suwelack ein besonders großer Erfolg beschieden. Er erreichte die längste Flugzeit von 2 Stunden und 20 Minuten und eine Höhe von 1400 m. Bei Teilnahme von 37 (Fliegern) mit 51 Flugzeugen wurde Suwelack der zweite Preis (4610 Mk.) zugesprochen. Leider gab es auch einen tödlichen Absturz. Im Flugzeugwettbewerb erhielt Suwelack außerdem noch den zweiten Preis (3258 Mk). Aus Anlass dieses Erfolges wurde Herr Suwelack mit noch anderen bedeutenden Fliegern vom Prinzen Sigismund in Berlin zu einer Tafel (Essen) eingeladen.

15.10.1911 nahm Suwelack an den Schauflügen in Detmold teil, später an den Flugtagen in Hannover, wo er in 600 m Höhe durch prächtige Runden die vielen Zuschauer begeisterte und hohe Preise sich erwarb. (Laut Hann. Courier über 4000 Mk.)

Am 24.l0.1911 stand Billerbeck mal wieder im Zeichen der Lufteroberung. Der Flieger Josef Suwelack machte gelegentlich eines Schaufliegens auf der Loddenheide seiner ersten Überlandflug, er umkreiste nachmittags 5 Uhr 15 mit seiner Rumpler Taube die Billerbecker Domtürme und flog in 100 – 150 m Höhe nach Münster über Havixbeck zurück. Nach 8 Minuten Flugzeit landete er glücklich wieder auf der Loddenheide, umjubelt von einer vieltausendköpfigen Zuschauermenge, darunter seine Eltern und Angehörigen. – Billerbeck war durch diesen Flug wieder um ein Erlebnis reicher! Ich selbst habe den Flug von der Plattform des Rathauses – aus nächster Nähe – beobachtet. Durch das Motorengeräusch aufmerksam gemacht eilten die Menschen ins Freie und winkten dem Flieger begeistert zu.

Die münsterischen Flugtage waren auf Sonntag angesetzt, konnten aber trotz der großen Zuschauer-menge, die ihr Eintrittsgeld bezahlt hatte, wegen der ungünstigen Witterung nicht stattfinden; sie wurden deshalb auf heute verlegt. Trotzdem immer noch kein Fliegerwetter herrschte, wagten zwei Flieger, Josef Suwelack und Witte, den Start. Letzterer flog auf einer Wright-Maschine, kam 100 – 150 m hoch und landete nach 20 Minuten, Suwelack erreichte mit seiner Rumpler Taube eine Höhe von 200 – 300 m. Diese beiden kühnen Flieger haben die Ehre Münsters gerettet und die ungeduldigen, aber unentwegten Fliegerenthusiasten nach zweimaligen Enttäuschungen (Sonntag und Montag) zufriedengestellt. Den Flieger Witte traf nach einem Jahr das Fliegerlos, er stürzte am 15.03.1912 tödlich ab.

03.11.1911 führte Josef Suwelack auf dem Flugplatz Johannisthal einen halbstündigen Passagierflug mit dem Präsidenten von Mexiko aus, wobei er mit seiner “Taube” eine Höhe von 300 m erreichte.
Suwelack stand in Diensten der Rumpler Werke in Berlin und beteiligte sich an den heutigen Schauflügen noch mit weiteren 25 Flügen. Bei den späteren Schauflügen in Dresden, Chemnitz etc. erregte er die höchste Begeisterung, in Dresden wurde er nach wohlgelungenem Sturzflug aus 250 m Höhe auf den Elbwasserspiegel auf den Schultern der flugbegeisterten Zuschauer davongetragen

08.12.1911 brach der Flieger Josef Suwelack in Johannisthal mit seiner Taube den Dauerweltrekord mit einem Passagier, indem er 4 Stunden 33 Minuten flog. Der bisherige Rekord war 4 Stunden und l0 Minuten.

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