Familiengeschichte
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Die Familie um 1914

Joseph Suwelack sen.

Geboren am 04.01.1850 in Greven
Verheiratet am 24.05.1886 mit Katharina Brockmann
Gestorben am 09.03.1929 in Billerbeck

Joseph Suwelack wurde als drittes von vier Geschwistern am 4. Januar 1850 auf dem elterlichen Hof in Greven-Pentrup geboren. Seine Eltern waren Joan Wilhelmus Süverlake (1817-1855) und Anna Elisabeth Lohaus (1819-1853). Er hatte einen älteren Bruder, eine ältere und eine jüngere Schwester. Die ältere Schwester Maria Anna Elisabeth heiratete am 10. Oktober 1876 den Kolon Bernhard Heinrich Rohlmann aus Saerbeck-Westladbergen, die jüngere Schwester Anna Maria Franziska heiratete August Walters aus Münster. Der Hoferbe und ältere Bruder Hermann Bernhard Suwelack heiratete am 14.11.1876 Elisabeth Anna Glöe.

Die Eltern starben 1853 bzw. 1855, als die Kinder noch unmündig waren. Joseph wird die Volksschule besucht haben und war [nach einer landwirtschaftlichen Ausbildung] Verwalter verschiedener Güter, zuletzt auf dem Gut von Twickel in Havixbeck. Von dort aus besuchte er 1884 für 1 ½ Monate als Praktikant das Molkerei-Institut Raden bei Rostock, wo er die notwendigen milchwirtschaftlichen Fachkenntnisse erwarb. Im September 1884 gründete Joseph Suwelack die Molkerei Billerbeck als Aktienunternehmen gemeinsam mit 55 Landwirten aus der näheren und weiteren Umgebung von Billerbeck. Am 24. Mai 1886 heiratete er Katharina Brockmann (1863-1946), die Tochter von Heinrich Brockmann, dem Gründer der Billerbecker Sparkasse. Von ihren 10 Kindern wurden zwei nur wenige Monate alt.

Die Familie lebte zunächst an der Beerlager Straße in der “Alten Molkerei”. Nach dem Neubau der Neuen Molkerei an der Münsterstraße im Jahre 1899 entstand etwa 100 Meter davon entfernt das Wohnhaus der Familie. Das Leben dort prägte nach innen die wegen ihrer Frömmigkeit und Güte geachtete Mutter, nach außen war es bestimmt durch die weitsichtige und unternehmerische Tätigkeit des Vaters, der die Molkerei zu einem florierenden Unternehmen entwickelte.

In den ersten zehn Jahren gab es schwierige Zeiten, die aber den weiteren Ausbau nicht verhinderten. Die positive Entwicklung der Molkerei lässt sich z.B. an der Anzahl der Milchlieferanten ablesen, die von 157 im Jahre 1885 auf 1151 im Jahre 1908 stieg. Die angelieferte Milchmenge kam aus einem Umkreis von 16 km und wuchs von 71 490 auf 6 502 125 Liter. Das 25jährige Jubiläum der Billerbecker Molkerei im Jahre 1909 war daher Anlass, die erfolgreiche Arbeit in einer Festschrift durch Richard Suwelack umfassend und kenntnisreich darzustellen.

Zahlreiche Nebenbetriebe wurden der Molkerei angegliedert: Trockenmilchwerke, eine Mühlenanlage, Getreide-, Kraftfutter- und Düngemittelverkauf, eine Obstverwertungsanlage und Eierverkauf. Im Schweinemastbetrieb wurden die Molke und andere Restprodukte verwertet. Katja Rösler erarbeitete in ihrer Masterarbeit die Erfolgsgeschichte der Molkerei bis 1909.

1910 wurde die Nährmittelfabrik GmbH gegründet, in der weitere Geschäftsfelder entstanden. Die Molkerei war daran mit 50%, Joseph und Richard Suwelack mit je 25% beteiligt. Hergestellt wurden vor allem Gebäck, Waffeln, Keks, Spekulatius – mit anderen Produkten hatte man weniger Erfolg. Absatzschwierigkeiten nach dem Krieg und die Inflation 1923 führten die Nährmittelfabrik 1924 in die Insolvenz. Die Molkerei selbst überstand die Krise unter großen finanziellen Opfern. Joseph Suwelack – inzwischen 74 Jahre alt – und sein Sohn Richard schieden 1924 aus der Geschäftsführung der Molkerei aus.

Im Jahre 1934 beging die Molkerei ihr 50jähriges Bestehen. Auch dazu erschien eine Festschrift, die Carl Knüppel verfasste . Am 19.03.1962 wurde die Molkerei aufgelöst. Auf der Generalversammlung am 23.03.1964 wurde in einem Schlussbericht ein Überblick über die Geschichte der Molkerei und die vielfältigen Ursachen für ihre endgültige Liquidierung gegeben .

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